Mona findet nach dem Tod ihrer Oma alte Backrezepte aus der
Bretagne. Sie stammen von ihrer Uroma Helene, die in ihren Jugendjahren einige
Jahre in einer kleinen Pension arbeitete, bevor sie mit Baby aber ohne Mann
wieder nach Hause kam. Auf der Rückseite eines Rezeptes findet sich eine Liste
mit Mädchennamen. Mona reist spontan nach Frankreich um dem alten
Familiengeheimnis auf die Spur zu kommen. Mit dabei: Ihr Hund Flint. Gleich am
Anfang ihrer Reise trifft sie auf den mürrisschen Louan, der sie auf ihrer
weiteren Suche nach Antworten begleitet. Was sie aber erwartet, damit hätte Mona
nie im Leben gerechnet.
Das Lesen dieses Buches hat mir ein wohlig warmes Gefühl im
Bauch verschafft und mein Fernweh geschürt! Und nicht nur das: Dieses Buch ist
voller Foodporn…
Mona ist eine herzliche Protagonistin, deren Leben irgendwie
festgefahren scheint. Sie trauert sehr um ihre Großmutter, mit der sie immer
stundenlang in der Küche verbracht hat. Gemeinsam haben sie tonnenweise Kuchen
und Gebäck zubereitet. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen, auch nicht, als
sie mit ihrem Verlobten Schluss macht. Stattdessen lässt sie sich mutig auf ein
Abenteuer ein. Mit einem verrückten Hund auf der Rücksitzbank und ihrer geliebten
Oma im Herzen macht sie sich auf und blüht dabei regelrecht auf. Sie dabei zu
begleiten hat großen Spaß gemacht! Louan mochte ich auf Anhieb: diese mürrische
und geheimnisvolle Art hat sofort meine Neugier und mein Herz gewonnen! Und nicht
nur meines! Wie gern habe ich die beiden Figuren begleitet!
Die Autorin hat es geschafft, mein Fernweh anzuschüren: mit
bildhaften Beschreibungen der Gegend und auch der einzelnen Charaktere war es
fast, als wäre ich dort gewesen! Sie hat es geschafft, aus dieser Geschichte
trotz einzelner trauriger Momente einen Wohlfühlroman zu machen, der ein wohlig
warmes Bauchgefühl zurückgelassen hat. Mit viel Gefühl und einer Prise Kitsch beschreibt
sie die Geschichte rund um Mona und Louan und hat auch einige Überraschungen
und Wendungen in petto. Mit leerem Magen sollte man sich aber nicht dieser
Lektüre widmen, denn dort sind Essen und Backen große Themen und dort geht Hannah
gerne ins Detail. Aber sie hat an ihre Leser gedacht: Zum Nachbacken hat sie
einzelne Rezepte am Ende des Buches aufgeführt. Und ja: ich werde mich an
meinem Geburtstag austoben. Mal schauen, was mein Mann zu einer Torte aus
Zitronen – und Basilikumcreme sagt („Cehes Zitronentorte“ ist quasi der Dreh- und
Angelpunkt).
Hungrig und neugierig geworden? Dann unbedingt lesen!
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