Leenas Bruder ist schwer krank und um Medikamente zu
besorgen, verkauft sie ihr Geheimnis, dass sie Geister sehen und mit ihnen reden
kann, an den Saint der Stille. Damit nimmt ihr Leben und das ihres Bruders eine
unerwartete Wende.
Ich mag dunkle Fantasy-Geschichten und das war ein wahres
Highlight. Der Plot an sich war gut durchdacht und alles in der Welt von der
Autorin hat Hand und Fuß. Auch die
Zusammenhänge und St. Silas (Familien-)Geschichte waren nachvollziehbar und
sehr sehr spannend. Die Autorin hat ihre eigenen Regeln aufgestellt, sich aber
auch darangehalten. Neben der menschlichen Welt, in der auch eine Revolution
droht, gibt es eine Unterwelt, die von Dämonen regiert wird. Diese Welt ist
düster, aber auch faszinierend. Auch die Art und Weise, wie man zwischen den Welten
wandern kann, fand ich kreativ und gut in die Story mit eingeflochten. Apropos
flechten: auch die Verwicklungen und Verbindungen zwischen den ganzen Figuren sind
zum Teil sehr undurchsichtig und kommen erst im Laufe der Geschichte Stück für
Stück ans Licht. Das hat das Buch zum Pageturner gemacht.
Aber nicht nur das. Auch die Beziehung zwischen Leena und dem
Saint der Stille war sehr interessant und von vielen, sich wechselnden
Emotionen geprägt. Das Knistern zwischen den Beiden hat sich langsam aufgebaut
und war zwischen den Zeilen immer präsent. Super war auch, dass ab und an aus
St. Silas´ Perspektive geschrieben wurde und man auch seine Gefühle und Gedanken
kennenlernen durfte. Das hat ihn für mich nahbarer gemacht. Aus seiner
Perspektive haben wir auch seine Geschichte kennen gelernt und danach mehr über
ihn gewusst, als Leena selbst. Das hat ihn aber nicht unsympathisch werden
lassen. Die Sympathie zu beiden Protagonisten war übrigens stetig da und sie
haben mein Herz sehr gewonnen. Ich freue mich nach dem Cliffhanger sehr auf den
zweiten Band.