Sonntag, 25. Oktober 2026

Ein toller Berater, der dich abholt

Psychologin Dr. Laura Williams hat nach einem Schicksalsschlag sich zum Ziel gemacht, ein hilfreiches Buch für Alle zu schreiben. Nach dem Tod ihres Mannes hat sie selbst mit psychischen Problemen zu kämpfen gehabt. Das schildert sie eindrücklich und realistisch und fließend ist dann der Übergang zum Sachbuch. 

Fr. Dr. Williams kommt als sehr sympathische Frau rüber, die leider ein ganz schlimmes Schicksal ereilt hat. Aber ich möchte sie nicht auf das herunter brechen, denn sie ist eine Koryphäe auf ihrem Gebiet und hat selbst aus ihrer Geschichte gelernt hat. Mutig gibt sie zu, selbst nicht richtig damit umgegangen zu sein, was sie nahbar macht. Das Buch ist selbst in drei Bereichen gegliedert: 

I. BEGENE DEINEM EIGENEN GEIST: das ist der Bereich, in dem die Autorin ihren Schicksalsschlag erörtert und schon ein paar Ansätze teasert, die wie man richtig damit umgehen kann. Klar wird hier bereits, dass das Buch mit Übungen und Schreibimpulsen arbeitet. Es lädt ein, sich Stift und Papier zu nehmen und seine eigenen Gedanken nieder zu schreiben. 

II. DIE WAHRHEIT ÜBER TRAUMATA: Hier taucht man ab in die Theorien, die mit Fallbeispielen untermauert werden und somit leicht verständlich sind. 

III. DIE WERKZEUGE ZUR HEILUNG: Wie es der Titel schon sagt, bekommt man Hilfen an die Hand, seine eigenen Traumata zu überwinden bzw. den Umgang mit ihnen lernt. Hier kommt es auf den Leser selbst an, was er mit den Hilfestellungen macht, die ihm hier an die Hand gegeben werden. 

Abschließend gilt zu sagen, dass das Buch ein tolle Unterstützung und dank der unterschiedlichen Bereiche und der Mischung aus (autobiographischen) Fallbeispielen und Übungen in keiner Weise langweilig daher kommt. Das farbenfrohe Cover versprüht einen gewissen Optimismus, was einen zusätzlich motiviert, es zu nutzen.

Interessante Intrigen, aber nicht spannend genug


Der Prolog handelt vom Gipfel aller Intrigen, die sich am kaiserlichen Hof von Kaiserin Navier und Kaiser Sovieshu aufgebaut hatten. 

Begonnen hat alles damit, dass Sovieshu sich eine ehemalige Sklavin als Konkubine geholt hat. Naviers Macht am Hof schwindet und statt ernstgenommen zu werden, zerreißen sich alle den Mund über sie und ihr Verhältnis zum Kaiser und dessen Konkubine. Zu den Neujahrsfeierlichkeiten erhält Navier Besuch von einem besonderen Vogel namens Queen… dieser übergingt ihr Nachrichten, die sie ins Herz treffen. Doch das bringt erst recht alles durcheinander. 

Ich muss sagen, dass ich mir am Anfang schwer mit dem Buch getan habe. Es war für mich schwer, sämtliche Namen und deren Stellungen innerhalb des Palastes merken. Dann ist an sich nichts großartig Spannendes passiert im Sinne von Kämpfen oder einer Entführung oder oder oder. Nein, die Handlungen spielen im Kleinen und Verborgenen. Intrigen die gesponnen werden, Gerüchte, die zur Waffe werden und mittendrin eine Kaiserin, deren Stellung von einer Sklavin bedroht werden, die auch nicht das ist, was sie zu sein scheint. Auch andere Figuren lassen sich nicht so leicht in die Karten blicken und man weiß wirklich nicht, wer es gut mit der Kaiserin meint und wer nicht. 

Die große Romantik bleibt auch irgendwie aus. Klar werden Botschaften ausgetauscht und für den Leser ist schnell klar, wer dahintersteckt und was es mit dem Vogel auf sich hat, dafür ist aber die sonst so kluge Kaiserin sehr naiv und „steht auf dem Schlauch“, was diese Geheimnisse angeht. Das kann ich ihr aber nicht wirklich abnehmen und es ist eindeutig, dass es ein Mittel ist um, die Spannung aufrecht zu erhalten. 

Die Perspektivenwechsel zwischen Navier, Sovieshu, Rashta und Heinrey bringt Abwechslung in den Lesefluss und beleuchtet die Situation am Hof von allen Seiten und offenbart dem Leser das ein oder andere Geheimnis. 

Im Großen und Ganzen war es ein interessantes Buch, was mitten in der Geschichte endet. Nicht unbedingt mit einem Cliffhanger, dafür war es nicht spannend genug, aber so, dass Interessante sich auf Band 2 freuen dürfen. Ich denke, ich werde es dabei belassen, denn Band 2 wird genauso laufen wie Band 1. 


        

Donnerstag, 15. Oktober 2026

Stimmiger Feel-Good-Roman

 


Die Hauptprotagonistin Lena ist mitten aus dem Leben geschrieben worden. Ihr Mann hat eine Neue und nach knapp zwei Jahrzehnten mit ihrer Familie sind ihre Kinder aus dem Haus zum Studieren. Nun beginnt ihr Leben von vorne und sie muss sehen, dass sie das Beste daraus macht. Und wo kann man das besser umsetzen als in der spanischen Sonne.

Das Rad hat die Autorin nicht neu erfunden. Geschichten um betrogene Ehefrauen, die einen Neuanfang wagen, gibt es zuhauf. Aber dennoch lieben wir sie alle, denn wer begleitet Menschen nicht gern bei einem Neuanfang? Gerade Lena mochte ich sehr gerne, denn sie ist eine wirklich liebe und herzliche Figur. Und ihren Mut, nach der Trennung von ihrem Mann neu zu beginnen, bewundere ich sehr.

Die Autorin hat ihre Geschichte ganz wunderbar erzählt und nichts scheint aus der Luft gegriffen zu sein, sondern es wirkt alles realistisch und plausibel. Die einzelnen Handlungen sind stimmig miteinander vernetzt und dazu noch das sonnige Setting… besser kann man meinen Feel-Good-Roman nicht schreiben.

Das Cover passte ebenfalls zum sonnigen Gemüt der Story und ich freue mich schon auf die weiteren Bände der „Orangenblütenträume“.