Mittwoch, 20. Mai 2026

Fesselnd und düster




Romeo und Juliet – die Namen sind definitiv kein Zufall. Beide stehen sie auf zwei verschiedenen Seiten und dennoch ist da etwas, was sie einander anzieht.

Ich habe diese düstere Mafia-Romance sehr genossen. Sie war spannend, romantisch und in keinster Weise plump. Romeo ist ein Knallharter und sexy Protagonist, der sehr dominant und brüsk ist, bei Juliet aber sehr gut ankommt. Auch wenn sie sich dagegen sperrt. Zu beobachten, wie sich die Dynamik zwischen ihnen ändert, war sehr interessant und fesselnd. Und das Ende ist… ein wahrer Cliffhanger. Ich freue mich jetzt schon auf Band 2, wo wir hoffentlich auch wieder in beiden Perspektiven erfahren, wie es weiter geht.

Im Bücherregal macht das Buch mit seinem Farbschnitt einen sehr guten Eindruck und ich freue mich auf den ebenso farbintensiven Band 2.


Sonntag, 10. Mai 2026

Absolutes Dark-Fantasy-Highlight

 


Leenas Bruder ist schwer krank und um Medikamente zu besorgen, verkauft sie ihr Geheimnis, dass sie Geister sehen und mit ihnen reden kann, an den Saint der Stille. Damit nimmt ihr Leben und das ihres Bruders eine unerwartete Wende.

Ich mag dunkle Fantasy-Geschichten und das war ein wahres Highlight. Der Plot an sich war gut durchdacht und alles in der Welt von der Autorin hat Hand und Fuß.  Auch die Zusammenhänge und St. Silas (Familien-)Geschichte waren nachvollziehbar und sehr sehr spannend. Die Autorin hat ihre eigenen Regeln aufgestellt, sich aber auch darangehalten. Neben der menschlichen Welt, in der auch eine Revolution droht, gibt es eine Unterwelt, die von Dämonen regiert wird. Diese Welt ist düster, aber auch faszinierend. Auch die Art und Weise, wie man zwischen den Welten wandern kann, fand ich kreativ und gut in die Story mit eingeflochten. Apropos flechten: auch die Verwicklungen und Verbindungen zwischen den ganzen Figuren sind zum Teil sehr undurchsichtig und kommen erst im Laufe der Geschichte Stück für Stück ans Licht. Das hat das Buch zum Pageturner gemacht.

Aber nicht nur das. Auch die Beziehung zwischen Leena und dem Saint der Stille war sehr interessant und von vielen, sich wechselnden Emotionen geprägt. Das Knistern zwischen den Beiden hat sich langsam aufgebaut und war zwischen den Zeilen immer präsent. Super war auch, dass ab und an aus St. Silas´ Perspektive geschrieben wurde und man auch seine Gefühle und Gedanken kennenlernen durfte. Das hat ihn für mich nahbarer gemacht. Aus seiner Perspektive haben wir auch seine Geschichte kennen gelernt und danach mehr über ihn gewusst, als Leena selbst. Das hat ihn aber nicht unsympathisch werden lassen. Die Sympathie zu beiden Protagonisten war übrigens stetig da und sie haben mein Herz sehr gewonnen. Ich freue mich nach dem Cliffhanger sehr auf den zweiten Band.

Erotische Geschichte zur seichten Unterhaltung

 


Jolina ist eine Frau, die vom Schicksal mehrmals gebeutelt wurde. Nun ist sie an einen Mann geraten, bei dem sie nicht weiß, woran sie ist. Deshalb heuert sie den Callboy Marc an um diesen Mann eifersüchtig zu machen. Sie erlebt ein interessantes und intensives Wochenende mit ihm. Vier Wochen später lernt sie seinen Bruder Martin kennen und dieser zeigt ihr seine Welt…

Das Buch war an sich nicht schlecht, nur leider konnten mich weder die Männer noch Jolina selbst als Charakter überzeugen. Jolina ist wirklich sehr zurück haltend und ein kleines graues Mäuschen. Gut, das passt zu dem Plot, denn sie muss ja in die Rolle der Sub passen. Aber sie wirkte schon arg hilflos und auch sehr unbeholfen. Marc war sehr charmant, mir aber zu aalglatt. Das Knistern zwischen den Beiden anfangs konnte ich überhaupt nicht fühlen. Auch das zwischen Jolina und Martin war mir etwas zu abstrakt. Beide Männer sind dominant und werden als sehr sexy beschrieben, was ja gut ist, aber vom Charakter her fehlen mir ein paar mehr menschliche Züge.

Wie sich die Geschichte und Jolina selbst entwickelt hat, war eindeutig und auch gut nachvollziehbar. Es wirkte nicht überzogen und unrealistisch – was ich wirklich gut fand. ABER: der Schreibstil war mir teilweise zu plump und auch manche Handlungen waren für mich nicht ganz nachvollziehbar.

Am Ende finde ich aber schön, wie Jolina ihr Glück sich selbst und damit auch ihr Glück findet.