Sonntag, 10. Mai 2026

Absolutes Dark-Fantasy-Highlight

 


Leenas Bruder ist schwer krank und um Medikamente zu besorgen, verkauft sie ihr Geheimnis, dass sie Geister sehen und mit ihnen reden kann, an den Saint der Stille. Damit nimmt ihr Leben und das ihres Bruders eine unerwartete Wende.

Ich mag dunkle Fantasy-Geschichten und das war ein wahres Highlight. Der Plot an sich war gut durchdacht und alles in der Welt von der Autorin hat Hand und Fuß.  Auch die Zusammenhänge und St. Silas (Familien-)Geschichte waren nachvollziehbar und sehr sehr spannend. Die Autorin hat ihre eigenen Regeln aufgestellt, sich aber auch darangehalten. Neben der menschlichen Welt, in der auch eine Revolution droht, gibt es eine Unterwelt, die von Dämonen regiert wird. Diese Welt ist düster, aber auch faszinierend. Auch die Art und Weise, wie man zwischen den Welten wandern kann, fand ich kreativ und gut in die Story mit eingeflochten. Apropos flechten: auch die Verwicklungen und Verbindungen zwischen den ganzen Figuren sind zum Teil sehr undurchsichtig und kommen erst im Laufe der Geschichte Stück für Stück ans Licht. Das hat das Buch zum Pageturner gemacht.

Aber nicht nur das. Auch die Beziehung zwischen Leena und dem Saint der Stille war sehr interessant und von vielen, sich wechselnden Emotionen geprägt. Das Knistern zwischen den Beiden hat sich langsam aufgebaut und war zwischen den Zeilen immer präsent. Super war auch, dass ab und an aus St. Silas´ Perspektive geschrieben wurde und man auch seine Gefühle und Gedanken kennenlernen durfte. Das hat ihn für mich nahbarer gemacht. Aus seiner Perspektive haben wir auch seine Geschichte kennen gelernt und danach mehr über ihn gewusst, als Leena selbst. Das hat ihn aber nicht unsympathisch werden lassen. Die Sympathie zu beiden Protagonisten war übrigens stetig da und sie haben mein Herz sehr gewonnen. Ich freue mich nach dem Cliffhanger sehr auf den zweiten Band.

Erotische Geschichte zur seichten Unterhaltung

 


Jolina ist eine Frau, die vom Schicksal mehrmals gebeutelt wurde. Nun ist sie an einen Mann geraten, bei dem sie nicht weiß, woran sie ist. Deshalb heuert sie den Callboy Marc an um diesen Mann eifersüchtig zu machen. Sie erlebt ein interessantes und intensives Wochenende mit ihm. Vier Wochen später lernt sie seinen Bruder Martin kennen und dieser zeigt ihr seine Welt…

Das Buch war an sich nicht schlecht, nur leider konnten mich weder die Männer noch Jolina selbst als Charakter überzeugen. Jolina ist wirklich sehr zurück haltend und ein kleines graues Mäuschen. Gut, das passt zu dem Plot, denn sie muss ja in die Rolle der Sub passen. Aber sie wirkte schon arg hilflos und auch sehr unbeholfen. Marc war sehr charmant, mir aber zu aalglatt. Das Knistern zwischen den Beiden anfangs konnte ich überhaupt nicht fühlen. Auch das zwischen Jolina und Martin war mir etwas zu abstrakt. Beide Männer sind dominant und werden als sehr sexy beschrieben, was ja gut ist, aber vom Charakter her fehlen mir ein paar mehr menschliche Züge.

Wie sich die Geschichte und Jolina selbst entwickelt hat, war eindeutig und auch gut nachvollziehbar. Es wirkte nicht überzogen und unrealistisch – was ich wirklich gut fand. ABER: der Schreibstil war mir teilweise zu plump und auch manche Handlungen waren für mich nicht ganz nachvollziehbar.

Am Ende finde ich aber schön, wie Jolina ihr Glück sich selbst und damit auch ihr Glück findet.  

Wenn aus Hass ein Gift wird




Diana ist eine 21-jährige menschliche Jägerin, die von einem Dewa vergiftet und ins Land der Dewas geschickt wird. Dort trifft sie auf den Bruder des Dewas und als er erfährt, dass und wen sie getötet hat, wird es brenzlig für sie. Zeitgleich müssen ihr Vater und ihre narzisstische Schwester eine gewagte Reise antreten, während ihr Bruder selbst versucht, alles, was er falsch gemacht hat, wieder gut zu machen.

An sich fand ich die Geschichte recht spannend, vor allem die erste Hälfte. Leider habe ich in der zweiten Hälfte das Interesse ein Stück weit verloren. Vielleicht mag es daran liegen, dass die erste Spannung ziemlich schnell abgebaut wurde. Was und warum, kann ich aufgrund der Spoilergefahr nicht schreiben. Dann war die Handlung mit der Zeit recht eintönig, bevor es endlich wieder richtig aufregend wurde. Ich habe außerdem keinen Draht zu Maawtya gefunden. Anfangs wirkte er für mich abstrakt und auch so an sich hat er mich von seinem Charakter her nicht ganz gecatcht.

Aber der Plot an sich ist kreativ und gut durchdacht. In dem Buch haben die Emotionen einen hohen Stellenwert und die Welt der Menschen und die Welt der Dewas unterscheiden sich auch einfach in der Art, wie sie mit ihren Gefühlen umgehen. Diana, als (prophezeiter) Gast in dieser Welt, lernt diese Unterschiede kennen und auch, wie sie mit ihren eigenen dunklen Emotionen umgehen muss. Diese Entwicklung zu begleiten war für mich mit das Beste.

Das Beste an dem Buch war aber das Worldbuidling. Die Welt der Dewas war absolut faszinierend und in meiner Ausgabe des Buches konnte ich anhand der Bilder grob erkennen, wie sich die Autorin diese fiktionale Welt und ihre Wunder vorgestellt hat.

Es ist ein gutes Fantasy-Buch, was stellenweise gut unterhalten kann, was ich aber kein zweites Mal lesen möchte.