Montag, 20. April 2026

Wichtiges Thema - eindringlich erzählt




Lena liebt Fußball. Und Tim. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht ihr neuer Trainer, der ihr auf unterschiedliche Art und Weise näher kommt, als sie möchte. Anfangs zweifelt sie noch an ihren Gefühlen, doch dann werden ihre Grenzen immer mehr überschritten...

Bei dem Buch geht es um sexuelle Gewalt und gemäß der Informationen des Autors hat er eine Geschichte aus vielen kreiert. Er hat mit mehreren Betroffenen gesprochen und ihre Geschichte zu Lenas gemacht. Was also wie Fiktion daher kommt, ist eigentlich ein Bericht über ein Thema, was oft unter dem Teppich gekehrt wird und was Betroffene ein Leben lang leiden lässt, während die Täter meist gar nicht bestraft werden.

Das Buch ist aus zwei Perspektiven verfasst: Lenas und Tims. Während schonungslos aber mit richtig gewählten Worten Lenas Erlebnisse geschildert werden, weiß Tim nicht, wie er auf Lenas zunehmend merkwürdiges Verhalten reagieren soll. Er ahnt, etwas stimmt nicht, aber bekommt nicht zu fassen, was los ist. Er ist hilflos, hält dennoch an der Liebe zu Lena fest.

Was Lena passiert, erfolgt stufenweise. Es fängt bei harmlosen Berührungen und Kosenamen an, geht über zu flirtenden Texten, Eindringen in die Privatsphäre (u.a. zu scheinbar harmlosen Besuchen daheim, bei denen die Mutter von Lena um den Finger gewickelt wird), bis hin zu Alkoholeskapaden und letztendlich zum schlimmsten Ereignis... Das Buch ist also keine leichte Kost und wahrend man sich vielleicht fragt, ob es noch Grauzone ist oder ggf. schon grenzüberschreitend, wird man schonungslos mit Lenas (mit ihr also dem Schicksal von vielen) konfrontiert. Was wichtig ist im Augen zu öffnen und evtl. im echten Leben mal näher hinzuschauen.

Das Buch soll auch an Schulen im Rahmen einer Schullektüre behandelt werden. Die Idee ist aber nicht, dass man als Schüler*in mit dem Buch als Hausaufgaben allein gelassen wird, sondern zusammen mit dem Lehrer und in der Klassen gemeinsam die schwierigen Passagen des Buches bespricht und eigene Gefühle und Trigger aufbereitet. Ich finde die Idee super und hoffe, dass es vielen Schüler*innen hilft und gut aufklärt.

Ich gebe extra keinen Wertung über Schreibstil etc. ab, denn der Autor hat dieses Buch nicht zur reinen Unterhaltung geschrieben, sondern möchte in der Gesellschaft aufrütteln und den Blick auf s*xuelle Misshandlung im Sport lenken.


Der freche Rabe sorgt für lustigen Vorlesespaß


Der kleine Rabe Socke hat sich mit seinem Freund Löffel in der Wolle und seine vorlaute und sture Art sind ihm da leider keine große Hilfe...

Ich war schon vor dem ersten Vorlesen gespannt, wie sich der kleine freche Rabe in einem Comic macht und ich muss sagen, ich bin positiv überrascht. Auch wenn es eine andere Art vorlesen ist, als bei einem Fließtext, war es doch eine super Erfahrung, die allen gefallen hat. Unter anderem konnte man so sehen, wer was spricht und entsprechend die Stimme ein bisschen anpassen (Eddi-Bär gelingt mir dabei am Besten 🤣). Außerdem ist es so sehr gut möglich, den Nachwuchs mit einzubinden und sich in Ruhe die Bilder anzusehen und die Hintergrund-Handlungen mit zu verfolgen (Fr. Dachs sucht bestimmt immer noch ihre Decke 🤣). Wie man sich beim kleinen Raben Socke vorstellen kann, waren die Dialoge wieder sehr lebendig und voller frecher, z.T. erfundener aber allemal lustiger Aussagen.

Für jeden Rabe-Socke-Fan ist es ein sehr schöne Lektüre!

Donnerstag, 16. April 2026

Spannende Geschichte für Kinder



Connis neues Buch ist da und wir begleiten sie auf ein spannendes Abenteuer mit ihren Freunden und den verletzten Kranich namens Klaus. Er benötigt Hilfe und Conni und ihre Freunde fackeln nicht lange...

Meiner Tochter hat die Geschichte sehr gut gefallen. Sie ist ein großer Fan von Conni und kann sich in der Geschichte auch wieder ganz toll mit ihr identifizieren. Sie war total gefesselt und fand auch einige Szenen lustig (z.B. das Kissen, was aus dem Fenster fliegt).
Mir hat das Vorlesen ebenfalls großen Spaß bereitet, auch wenn ich bei einigen Namen etwas gestolpert bin. Zudem fand ich Connis Verhalten nicht immer ihrem Alter entsprechend, eher wirkte sie in manchen Szenen älter, als sie in dem Buch eigentlich ist. Das machte für mich manche Szenen unrealistischer, tat aber dem (Vor-)Lesespaß keinen Abbruch!
Wir immer ist die Geschichte in Text und Bild sehr gut umgesetzt und der dazugehörige Kinofilm, der im Sommer rauskommt, verspricht richtig gut zu werden. Wir werden ihn uns auf alle Fälle ansehen und bis es soweit ist, wird das Buch eben nochmal gelesen und nochmal und nochmal ...