Colleen Murray landet mit der Asche ihres Vaters auf seinem
Wunsch hin in Kirkby. Das schottische Heimatdorf ihres Dads soll die letzte
Ruhestätte werden. Dort trifft sie prompt Alex wieder, den sie vor zehn Jahren wenig
subtil angebaggert hat. Doch kaum ist die Scham darüber verflogen, prasseln
immer wieder neue Eindrücke auf sie ein. Alex´ Familie und die restlichen
Bewohner Kirkbys sind nicht ganz unschuldig daran. Je länger sie dort Zeit
verbringt, desto entfernter ist ihr zielloses Leben in Boston für sie. Zumal
sie nicht nur das Herz der Dorfbewohner für sich gewinnt. Als dann auch noch
spontan eine Hochzeit organisiert werden muss, wird Colleen zum rettenden
Engel. Doch die Vergangenheit holt Alex und sie ein. Kann das gut gehen?
Was für ein Flair! Charlotte beschreibt die schottische
Landschaft und das Dorfleben dort so präzise, da fühlt man sich, als wäre man
schon einmal dort gewesen! Zudem macht sich auch gehörig Fernweh beim Lesen
breit…
Colleen ist eine herzensgute Frau, die es im Leben nicht
immer einfach hat. Anfangs scheint sie etwas ziellos und auch naiv, aber im
Verlauf der Geschichte entdeckt man ihr Kämpferherz und ihren Ehrgeiz. Alex kann
über sein Leben auch schon ein ganzes Buch schreiben (ein Glück, dass Charlotte
es schon getan hat) und hat mit den Tücken eines pubertierenden Kindes zu
kämpfen. Doch er ist herzensgut wenn auch etwas stur. Colleens Feingefühl stößt
auf Alex´ Dickköpfigkeit und das macht beim Lesen einfach Laune. Auch wenn man
beide Protagonisten zwischendrin am liebsten schütteln mag, habe ich sie
dennoch in mein Herz geschlossen.
Die Geschichte an sich ist fesselnd, denn es gibt immer
wieder neue Überraschungen und Wendungen, die nicht immer positiv sind. Es
macht Spaß, die Protagonisten dabei zu begleiten. Auch wenn die ein oder andere
Nebenfigur etwas aufstößt (der Bürgermeister namens Goll… äh Collum zum
Beispiel: er ist nett, aber gerade am Anfang etwas „schmierig“ in meinen
Augen), aber genau das macht die Story realistisch und abwechslungsreich.
Charlottes Schreibstil macht Highland Hope – Ein Bed & and
Breakfast für Kirkby zu einem wahren Wohlfühlroman, wobei mir manche Szenen etwas
zu kitschig verfasst sind. Aber ich denke, das ist einfach Geschmackssache und tut
dem Lesespaß kein Abbruch!
Ein toller Roman für Fernweh-Geplagte! Ich freue mich sehr auf
die nächsten drei Bände!
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