Montag, 23. August 2021

Rezension zu "Play & Pretend" von Nena Tramountani

 


Briony lebt fürs Schauspielern. Sie liebt es, in fremde Rollen zu schlüpfen und auf der Bühne ihr Bestes zu geben. Sie bekommt sogar die Hauptrolle in dem Abschlussstück ihres Colleges. Alles soweit so gut, wäre da nicht Sebastian, ihr Schauspielkollege, der die männliche Hauptrolle bekommen hat. Er besitzt die Fähigkeit, hinter ihre Fassade zu schauen und kommt ihrem Geheimnis gefährlich schnell auf die Spur. Doch auch er hat etwas zu verbergen, aber sie kommt lange nicht dahinter, was es sein könnte. Das hält sie davon ab, sich vollends auf Sebastian einzulassen, obwohl ihr Herz darum bettelt.

Eine Buchbloggerin, der ich auf Instagram folge, hat dieses Buch als ihr Jahreshighlight bezeichnet. Wohlverdient, wie ich feststellen durfte. Was für eine tolle, aber auch düstere Geschichte! Sie hat mich vollends gefesselt und die Tiefgründigkeit und Sentimentalität, die die beiden Protagonisten umgibt, war für mich sehr faszinierend!

Die Themen, die in dieser Geschichte behandelt werden, sind nichts für schwache Nerven und es ist mir zum Teil wirklich sehr nahe gegangen. Die Autorin hat die Problematiken - meiner Meinung - nach mit viel Fingerspitzengefühl und Authentizität behandelt und eine ergreifende Geschichte daraus gemacht, deren Szenen sehr mitreißend und zum Teil aufwühlend sind. Ihre Figuren Briony und Sebastian werden so richtig realistisch. Es wirkt fast wie ein Erlebnisbericht der Beiden. Trotz der ganzen Schicksale, die die Beiden durchmachen mussten, begleiten wir zwei junge lebenshungrige Studenten, die für ihren Traum hart arbeiten und besondere Momente zu schätzen wissen. Man möchte die Beiden auf der Bühne im realen Leben sehen oder mit ihnen Seite an Seite nachts durch die Nacht wandern. Ihre Geschichte hat bei mir etwas Sehnsucht geweckt, nochmal so frei und jung zu sein.

Die Geschichte hat zwar ein Happy End, aber es ist nicht kitschig. Eher im Gegenteil, wie auch das ganze Buch ist es sehr realitätsnah.

 Ein wirklich ergreifendes und tiefgründiges Buch, was nicht nur für Betroffene oder sensible Leser nicht leicht zu verdauen ist.


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