Emmas Leben ist eher eintönig: sie arbeitet Teilzeit in einer
Bibliothek und dann kümmert sie sich um ihre kranke Mutter. Als sie mit ihrer
eigenen Sterblichkeit konfrontiert wird, will sie das ändern und ihr Leben mehr
genießen. Ausgerechnet in dieser Phase lernt sie den Fallschirmspringer Nathan
kennen. Er weiß, dass er mit 27 Jahren sterben wird und lebt jeden Tag, als
wäre es sein letzter. Sein Todestag rückt immer näher und seit Emmas
Bekanntschaft wächst in ihm der Wunsch, etwas für andere zu machen.
Das Buch hat mich wirklich neugierig gemacht. Ich habe auch
ein bisschen Abenteuer-Feeling erwartet und etwas mehr Spannung. Doch die kam
erst in der zweiten Hälfte auf. In der ersten Hälfte des Buches begleiten wir
die beiden Figuren bei ihrem Kennenlernen und bei ihrem Umdenken, was das
eigene Leben angeht. Leider wird dann ziemlich das Tempo rausgenommen und ich
habe mich etwas gelangweilt. Ab der zweiten Hälfte wird es dann doch spannend,
turbulent und am Ende sehr emotional.
Emma und Nathan habe ich als Protagonisten sehr liebgewonnen.
Die Beiden sind so unterschiedlich wie Feuer und Wasser, lernen aber sehr viel
voneinander. Die Dynamik hat einfach gestimmt. Ich durfte Emma zusehen, wie sie
immer mutiger und offener wird und Nathan, wie er sein Herz immer mehr für Andere
öffnet. Das hat mir sehr gut gefallen.
Das Buch ist sehr tiefgründig und hat eine wichtige Message:
Lebe jeden Tag, als wäre es dein Letzter. Denn es könnte jederzeit so weit
sein. Nach dem Buch musste ich einmal durchatmen und es hat bei mir nachhaltig
Eindruck hinterlassen.
Eine tolle, tiefgründige und auch traurige Lektüre, die es
Wert ist, gelesen zu werden.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen