Samstag, 17. Juli 2021

Rezension zu "die Todesküsserin" von Sandy Mercier

 


Kommissarin Tanja Müller soll spontan den Fall „Die Todesküsserin“ übernehmen. Den fantasievollen Namen hat der/die Täter(in) erhalten, da auf der Stirn der ermordeten Männer ein Kussabdruck prangt. Die Männer waren nicht gerade gesellschaftlich angesehen und Tanja und ihr Partner bekommen es bei den Ermittlungen mit teilweise dubiosen Gestalten zu tun. Als ob das nicht reichen würde, gerät Tanjas beste und psychisch labile Freundin Emma ins Visier der Ermittlungen. Dann passiert ein Mord, der Tanja persönlich betroffen macht. Am Ende kommt sie „der Todesküsserin“ auf die Spur und muss eine möglich tödliche Entscheidung treffen…

Mich hat der Thriller gut unterhalten. Tanja ist eine vielschichtige Protagonistin, die neben dem schwierigen Fall mit Liebeskummer, die unter Verdacht stehende Freundin und chauvinistischen Kollegen zu kämpfen hat. Man lernt sie daher von mehreren Seiten kennen. Einerseits ist sie von Kummer gebeutelt und sie versinkt in Alkohol und vernachlässigt sich arg. Dann wiederum ist sie die beste Freundin, die man sich wünschen kann. Dann wiederum bietet sie ihrem Kollegen, der sie immer mit dummen Sprüchen nervt, Paroli und dann ist sie die fleißige und kluge Ermittlerin, die mit ihrem Partner zusammen den Fall löst. Das macht sie als Buchfigur aber real und als Leserin kann man sich mit ihr sehr gut identifizieren.

Leider habe ich ziemlich schnell erraten, wer hinter „der Todesküsserin“ steckt. Vor allem haben sich ab der Hälfte des Buches die Hinweise verdichtet und ich dachte mir am Ende nur „Na Gott sei Dank schnallt ihr es auch endlich!“. Ein Twist hierzu gab es jetzt auch nicht. Dabei liebe ich es, wenn einen der Autor auf die falsche Fährt führt. Dennoch war es spannend und die ein oder andere Nebenfigur sorgte für Überraschungen. Das hat mir sehr gut gefallen und mich auch gefesselt, sodass ich es in zwei Tagen durchgelesen hatte. Aber gut, bei einer Seitenzahl von 284 auch keine Kunst. Aber aktuell ist meine Lesezeit eh begrenzt, weshalb ich dünnere Bücher bevorzuge. Die kleine Romanze, die sich nebenbei anbahnte, war für mich ein nettes Candy.

Sandy Merchier hat einen spannenden Thriller mit einer starken Kommissarin kreiert, der für einige unterhaltsame Lesestunden sorgt! Ich gebe für Thriller-Fans eine absolute Leseempfehlung ab!

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