Der erste Fall von Bridge und Ward klingt ja an sich schonmal interessant: man lernt ein neues Ermittler-Duo kennen, steigt in einen vielversprechenden Fall mit ein und das vor einer passenden Kulisse.
Nicola Bridge ist der neue Detective, nachdem sie in ihre Heimat zurück gekehrt ist. Schell kristalliert sich heraus, dass sie einige Probleme hat und diese für die Rückkehr verantwortlich sind. Aber ehe man als Leser erfährt, was genau bei ihr schief gelaufen ist, taucht man mit ihr und dem Polizei-Neuling DC Harry Ward in die Ermittlungen um den ermordeten Pub-Wirt ein.
Die erste Hälfte war an sich gut zu lesen und ich bin gut in die Geschichte eingestiegen. Auch wenn viele Figuren eine Rolle spielen und jeder mit jedem irgendwas zu tun hatte, habe ich dank der übersichtlichen Szenen den Überblick behalten. Nicola und Harry sind ein interessantes Duo, was sich als Ermittler-Team erst einmal finden muss. Diese Entwicklung zu begleiten war schön und interessant. Man erfährt auch immer mehr über Nicoles privates Problem und die Dynamik in ihrer dreiköpfigen Familie. Aber der zweiten Hälfte habe ich aber allmählich die Motivation verloren, denn bei den Ermittlungen gab es dann zu viele offene Fäden und auch die große Spannung hat irgendwie gefehlt. Der Spannungsbogen hat ist linear verlaufen und irgendwann war es mir zu langweilig und zäh.
Das Setting selbst ist schön und es ist ein guter Thriller für die anstehende cozy Jahreszeit, aber für mich war es nicht unbedingt ein Lese-Highlight.
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