Der Verlag preist das Buch mit „Eine muss sterben. Eine muss leben. Und ein Mann, der beide liebt.“ an. Grundsätzlich verrät es dem Leser, dass sie bei dieser Lektüre mit dem Thema Tod konfrontiert werden, genauer gesagt, mit dem nahenden Lebensende von der lebenslustigen Camille. Die erfolgreiche Immobilienmaklerin wird von heute auf morgen mit ihrer tödlichen Diagnose konfrontiert. Dann kommt die Palliativ-Schwester Sanna ins Spiel, denn sie soll Camille und ihren Mann Aiden auf ihr Chalet in die Schweiz begleiten. Somit nimmt die Story ihren Lauf.
Was mir an dem Buch gut gefallen hat, ist der Aufbau der Geschichte. Der nahende Tod von Camille war zwar immer präsent, aber vordergründig ging es eher um das Leben an sich. Um Träume, die verwirklicht werden wollen und um Ängste, die besiegt werden müssen. Zum einen hatte Camille ihre Bucket-List, die sie vor ihrem Tod noch abarbeiten wollte. Dabei hat sie aber erst kurz vor ihrem Ende gemerkt, dass es nicht darum geht, sondern um das, was für sie wirklich im Leben zählt und dass sie den Mut hat, sich diese Dinge in ihr Leben zu holen. Sanna hingegen hat das Herz am rechten Fleck, aber ihr Leben zieht auch an ihr vorbei und ihre Ängste stehen ihr im Weg. Erst auf ihrer Reise beginnt sie, sich ihren Ängsten zu stellen und aus ihrem Schneckenhaus herauszukommen.
Der Spannungsaufbau in der Geschichte hat sich in Grenzen gehalten. Während die beiden Frauen ihre persönlichen Reisen antraten, kann man als Leser nebenbei verfolgen, wie sich die zarten Bande zwischen Aiden und Sanna bilden. Aber die Autorin hat bei diesem Part der Story eher zurück gehalten und somit war das eher eine Nebenhandlung. Was nicht weiter schlimm ist, aber im Klappentext nimmt diese Thematik mehr Platz ein.
Das Buch ist aber sehr schön geschrieben und so kann man darüber hinweg sehen.
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