Freitag, 7. Februar 2025

Ein Jahreshighlight!



Was ist real? Was ist Fiktion? Diese Frage stellt sich nicht nur der Leser bei dieser Lektüre, sondern auch die Protagonistin Ava selbst. Eines abends in einer Bar lernt sie den attraktiven Fremden kennen. Kurz danach hat sie ein Blackout und findet sich mitten im erotischen Spiel mit einem anderen unbekannten Mann wieder. Verängstigt und verstört versucht sie das zu verdrängen, als der Fremde aus der Bar sich als ihr neuer Dozent heraus stellt. Sie gerät immer mehr in einen Strudel aus psychotischen Spielen und verstrickt sich in eine Geschichte, die ihr selbst gefährlich werden könnte.

Das Buch hatte ich in einem Rutsch durch gelesen. Die Autorin warnt anfangs davor, dass die Dinge in dem Buch mit dem Verstand spielen. Und so ist es. Die Grenzen zwischen Fiktion und Realität sind nicht nur für Ava verschwommen. Man überlegt, wie könnte was zusammen hängen und warum passiert dies und jenes. Wenn man eine Theorie hat, wird diese von der Autorin ohne Gnade zerschmettert. Genau das ist die Art von Buch, die im Kopf bleibt. Auch das Ende ist mehr als frustrierend und ich habe ich mich im Nachhinein ein paar Mal dabei ertappt, wie ich darüber nachgedacht hatte. Ein Traum eines jeden Autors, oder? Ich denke, die Autorin hat bei mir ihr Ziel erreicht, Chapeau! Auch die Aufmachung des Buches ist klasse und originell! Die erste Doppelseite am Anfang eines Kapitels ist ganz schwarz und die Schrift weiß. Die Smartphone-Nachrichten sind auch visuell dargestellt und der Farbschnitt mit den dunkelroten Rosen ein wahrer Blickfang im Bücherregal. Dieses Buch gehört zu meinen ersten Favoriten diesen bis dato jungen Jahres! 

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