Anfangs dachte ich, das ist ein seichter Roman, den man in anderen Ausführungen schon des Öfteren gelesen hat. Sie als Journalistin soll ihn als Filmstar interviewen und kann ihn gar nicht ausstehen. Das dabei die Fetzen fliegen, war zu erwarten. Doch dann hat Cassie einen Unfall und Sam hilft ihr. Da sie eine Amnesie hat, gaukelt er ihr vor, dass sie verheiratet sind. Ab das wurde das Buch dann richtig interessant. Es war amüsant zu beobachten, wie sich Cassie, die vorher voller Vorurteile Sam gegenübergetreten ist, in ihres vermeintliches Eheleben einfindet und die ein oder andere Sache neu über sich lernt. Natürlich fliegt der Schwindel auf und dann macht Cassie alles noch schlimmer.
Sie fand ich auch nicht wirklich sympathisch. Sie feuert sofort los und verletzt andere Menschen. Das hat auch Sam erkannt und hat ihr anfangs ganz schön konter gegeben und den Boden unter den Füßen weggezerrt. Als sie nach seinem bösen Scherz alles noch schlimmer gemacht hat, hätte ich sie am Liebsten geschüttelt. Gott sei Dank hat sie im Laufe des Buches dann selbst erkannt, wie niederträchtig sie sein konnte und hat dann auch gerade so die Kurve bekommen. Sams Scherz ist natürlich absolut übertrieben, aber ich mochte ihn als Protagonisten. Die übertriebene Schwärmerei über sein Äußeres war gegen Ende dann schon ein bisschen nervig, aber ich möchte es der Autorin nicht verübeln, dass sie selbst ein bisschen in ihren Protagonisten verliebt ist.Im Großen und Ganzen ist es ein netter Liebesroman, den man locker am Strand oder auf dem Balkon in knapp drei Stunden durchschmökern kann. Er hat mich gut unterhalten, aber es wird ein Buch sein, was im Regal landet und dann schnell in Vergessenheit geraten wird.
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