Die Mutter Bethany hängt tot am Baum. Frances und ihr Bruder Bernie sind entsetzt. Die Polizei schaltet sich ein und der Ermittler Nate vermutet sofort, dass es sich nicht um Selbstmord handelt. Zudem ruft der Vorfall Anna und Evan auf dem Plan. Sie sind damals in die Stadt geflüchtet und haben die Farm der Familie nach der Festnahme des Vaters verlassen. Zu schwer lastete das Geheimnis der Familie auf ihren Schultern. Nun werden sie mit der Vergangenheit erneut konfrontiert. Nate hingegen ermittelt in alle Richtungen und stößt bei den Geschwistern auf eine Mauer des Schweigens. Doch er gibt nicht auf. Selbst, als sein Leben in Gefahr ist, denn auch er hat einen Schicksalschlag zu verkraften und sieht sich mit dem Fall von Bethany kurz vor der Aufklärung dessen.
Wie auch bei "Jägerskind" finden wir uns auf einer düsteren Familienfarm wieder. Schaurig schön und gespickt mit facettenreichen Persönlichkeitsstrukturen erzählt Stroke von einem Fall, der auf dem ersten Blick anders scheint, als er eigentlich ist. Im Laufe des Buches wechseln die Charaktere öfter mal von der guten auf die schlechte Seite und wieder zurück. Es gibt kein schwarz weiß, sondern viele Grau-Schattierungen. Das persönlich hielt mich ans Buch gefesselt und zwischendurch dachte ich mir nur: "Wie krank ist das alles bitte?" und genau das liebe ich an den Thrillern von Stroke. Bei ihr ist nicht eindeutig oder vorhersehbar und am Ende kommt eh alles anders, als man denkt. Genau die richtige Gänsehaut-Lektüre für Thriller-Fans!
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